Epilog

Epilog

Vielleicht bin ich nur

ein einziges Sandkorn am Strand.

Ich weiß,

ich kann bei Sturm und Wind ganz schön wehtun.

In den Augen brennen.

Manchmal kannst du dich an mir

und meinen Weggefährt*innen vielleicht verbrennen.

Wenn die Sonne uns erwärmt

und du unvorbereitet über uns läufst.

Doch manchmal.

Manchmal kannst du vielleicht

unsere Sanftheit spüren.

Uns fühlen. Wie wir uns an dich schmiegen.

Und manchmal.

Manchmal kannst du durch uns vielleicht

Burgen und Türme bauen.

Kreativ werden.

Und dann fasziniert dein Kunstwerk betrachten.

Kinder strahlen sehen.

Vielleicht bin ich ein Sandkorn,

welches vom warmen Wind oft weitergeweht wird

an verschiedene Orte,

wo ich immer wieder neuen Menschen begegnen darf,

die mit mir vielleicht wieder kreativ werden.

Strahlen werden.

Doch vielleicht bin ich auch ein Sandkorn,

welches für eine Sanduhr verwendet wurde.

In diesem Fall bist du froh,

dass ich Sandkorn so klein bin, wie ich bin.

In diesem Fall bist du froh,

dass die Zeit langsamer verrinnt.

Zwar komm´ ich dort nicht aus.

Doch darf ich dort Spielbegleiterin sein.

Und Leute daran erinnern,

dass jede Sekunde zählt.

Ich darf Leute daran erinnern,

dass JEDES SANDKORN zählt.

Auszug aus meinem Buch: Auf einer Traumreise

Sonnenglanz

Sonnenglanz

An jenem Ort war ich davon überzeugt,

Dass ich die Sonne niemals seh´.

Umso mehr hab´ ich mich gefreut,

Als ich plötzlich Glitzer sah im Schnee.

Ich sah die Sonne zwar nicht ganz,

Doch erkannt´ ich ihren Glanz.

Die Wolken leuchteten in diesem Licht,

Ich wollt´ die Wärme fühl´n in meinem Gesicht.

Sogar der Himmel wurde blau –

Vorher war noch alles grau in grau.

Wie schön war dieser Sonnenschein.

Wie schön, sich dem bewusst zu sein,

Dass solche Augenblicke existier´n,

Wenn wir sie denn auch realisier´n.

Und ich spürte mein Verlangen,

Den Moment sofort einzufangen.

Ich zog mich an und ging hinaus,

Packte mein Bewusstsein aus,

Ich sog auf, diesen faszinierenden Moment,

Wie schön, wenn man solche Wunder wohl erkennt.

Die kleinen Wunder, die eigentlich die größten sind

Und die ich immer wieder in meinem Herzen find:

In Liebe und Verbundenheit,

Wenn ich mir Raum gebe für diese Zeit.

Die Zeit, solche Dinge zu erkennen,

Anstatt nur blind umher zu rennen.

Und jetzt glaub´ ich auch daran,

Dass ich die Sonne wiedersehen kann.

Manchmal muss man halt geduldig bleiben

Und wenn sie da ist, stehen bleiben.

Denn, wenn wir uns solch´ Momente schenken,

Ist´s nicht schwer, positiv zu denken,

Weil wir wissen, dass immer irgendwann,

Die Sonne wieder fängt zum Scheinen an.

Auszug aus meinem Buch: Auf einer Traumreise