Vielleicht bin ich nur

ein einziges Sandkorn am Strand.

Ich weiß,

ich kann bei Sturm und Wind ganz schön wehtun.

In den Augen brennen.

Manchmal kannst du dich an mir

und meinen Weggefährt*innen vielleicht verbrennen.

Wenn die Sonne uns erwärmt

und du unvorbereitet über uns läufst.

Doch manchmal.

Manchmal kannst du vielleicht

unsere Sanftheit spüren.

Uns fühlen. Wie wir uns an dich schmiegen.

Und manchmal.

Manchmal kannst du durch uns vielleicht

Burgen und Türme bauen.

Kreativ werden.

Und dann fasziniert dein Kunstwerk betrachten.

Kinder strahlen sehen.

Vielleicht bin ich ein Sandkorn,

welches vom warmen Wind oft weitergeweht wird

an verschiedene Orte,

wo ich immer wieder neuen Menschen begegnen darf,

die mit mir vielleicht wieder kreativ werden.

Strahlen werden.

Doch vielleicht bin ich auch ein Sandkorn,

welches für eine Sanduhr verwendet wurde.

In diesem Fall bist du froh,

dass ich Sandkorn so klein bin, wie ich bin.

In diesem Fall bist du froh,

dass die Zeit langsamer verrinnt.

Zwar komm´ ich dort nicht aus.

Doch darf ich dort Spielbegleiterin sein.

Und Leute daran erinnern,

dass jede Sekunde zählt.

Ich darf Leute daran erinnern,

dass JEDES SANDKORN zählt.

Auszug aus meinem Buch: Auf einer Traumreise